Category Archives: Full Stop - Florida

Everglades Airpark

Der Everglades Airpark liegt inmitten der 10.000 Islands Region. Woher dieser Name kommt, erschließt sich tatsächlich am leichtesten aus der Luft. Auf einer Strecke von ca. 25nm – beginnend in Marco Island bis einige Meilen südlich von Everglades City – erstreckt sich diese einmalige Landschaft aus kleinen und kleinsten Inselchen. Wer das Glück hat, dieses Labyrinth in der Abenddämmerung zu überfliegen, wird Zeuge eines faszinierenden Lichtspiels, das seinesgleichen sucht.

Endanflug Everglades Airpark

Mit einer Bahnlänge von 2400ft gehört Everglades Airpark in den USA zu den kurzen Bahnen. Auch wenn die meisten deutschen Piloten solche Bahnlängen und wesentlich kürzere gewohnt sind, ist dennoch Vorsicht geboten, da die Nähe zur See und die Baumreihe westlich der Bahn für windige Überraschungen sorgen können. Am Boden befindet man sich dann tatsächlich in einem Außenposten der Zivilisation, der eher untypisch für Florida ist. Es gibt weder Ampeln noch Taxis. Golfplätze und riesige Einkaufszentren? Fehlanzeige! Dafür jede Menge Natur pur und die entsprechenden Outdoor-Aktivitäten. Erste Informationen erhält man bereits im FBO, das Flyer aller lokalen Anbieter bereithält. Es empfiehlt sich bereits eine erste Auswahl zu treffen, die dann darüber entscheidet, ob man am Ende der Straße, die vom Flugplatz weg führt, nach links oder nach rechts abbiegt. Manche Airboat Anbieter und Restaurants bieten auch Shuttles an, was je nach Wanderfreudigkeit durchaus interessant sein kann, gerade in der heißeren Jahreszeit. Nach links geht es in die Ortschaft hinein, nach rechts geht es zum Everglades National Park, zur Glades Haven Marina und zum Oyster House. Hierhin gelangt man zu Fuß in knapp 10 Minuten.

Everglades

Vom Everglades National Park aus starten Bootstouren, die zwischen 1,5h und 13/4 h dauern. Die Ten Thousand Islands Tour startet ab 9h30 stündlich bis ca. 17h, die Mangrove Wilderness Tour startet von 9h bis 15h30 (9h, 9h30, 11h, 11h30, 13h, 13h30, 15h, 15h30). Mit $30 bzw. $40 sind diese Touren zwar nicht ganz billig, aber auf jeden
Fall ein echtes Erlebnis.
Wer auf eigene Faust die Gegend erkunden möchte, kann sich in der Glades Haven Marina Kayaks oder verschiedene Motorboote ausleihen. Die Motorboote werden allerdings nur auf Tagesbasis verliehen. Wer sich vor der Wildnis zuerst einmal stärken möchte, ist im Oyster House an der richtigen Stelle. Hier werden Meeresfrüchte aller Art sowie Steaks serviert. Insbesondere die hauptsächlich im Golf von Mexiko vorkommende Stone Crab sowie Alligator sind wärmstens zu empfehlen. Direkt neben dem Restaurant befindet sich ein hölzerner Aussichtsturm, der einen Ausblick über die Mangrovenlandschaft bietet.

Everglades Airboot Pier

Biegt man vom Flugplatz kommend in nördlicher Richtung, also links ab, gelangt man zu Fuß nach ca. 15-20 Minuten an einen großen Kreisverkehr, an dessen Nordseite sich das Rathaus von Everglades City befindet. Am Kreisverkehr rechts gelangt man nach 300m zur Raw Bar, einem rustikalen Pfahlbau, in dem man gemütlich direkt über dem Wasser sitzt. Hier liegen auch die Boote einiger Airboat Tour Anbieter. Gleich daneben befindet sich das Seafood Depot.

Wer am Kreisverkehr links und dann gleich wieder rechts in die N Storter Ave abbiegt, gelangt nach weiteren 10 Minuten zum Triad Seafood Café. Auch hier sitzt man direkt am Wasser. Einige der Gäste kommen mit dem Boot oder dem Wasserflugzeug. Das Triad ist weit über die Grenzen von Everglades City bekannt. Am besten ruft man vorher an um die Öffnungszeiten zu überprüfen und sich einen Tisch zu reservieren. (+1 239 695 0722). Man kann sich auch vom Flugplatz abholen lassen. Fragen lohnt sich.
Eine weitere Attraktion ist das alljährlich Anfang Februar stattfindende Everglades Seafood Festival.

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Tallahassee Regional Airport

Auf die Frage nach der Hauptstadt von Florida antworten die meisten mit „Miami“. Dabei ist Tallahassee bereits seit 1824 Hauptstadt Floridas. Vielleicht liegt es an der etwas abgelegenen Position in der „Panhandle“ oder einfach daran, dass sich Tallahassee mit nichts in den Vordergrund spielt. Dabei muss sich die Stadt nicht verstecken. Im Gegenteil. Eingebettet zwischen Seen und Nationalparks ist Tallahassee deutlich mehr als ein reines Verwaltungszentrum. Die Zahl der Museen,Universitäten und Colleges ist hoch und mit der Embry Riddle Aeronautical University bietet Tallahassee auch angehenden Piloten, Luftfahrttechnikern und –ingenieuren eine anerkannte Ausbildung.

Tallahassee Regional Airport

Die Mission San Luis ist ein Museum das Geschichte anschaulich und buchstäblich greifbar macht. Hier wurde auf historischen Gelände eine alte Siedlung aus der Kolonialzeit wieder aufgebaut und zu neuem Leben erweckt. Fast alle Häuser sind von Personen in historischer Kleidung „bewohnt“, die auf anschauliche Weise die alte Architektur und Werkzeuge näher bringen und den Besucher in die Zeit der ersten Besiedlungen durch Europäer zurück versetzten. Die Mission San Luis ist mit dem Pkw in ca. 15 Minuten zu erreichen.

Tallahassee Supreme Court

Der Tallahassee Regional Airport befindet sich zwar unter einem Class C Luftraum, liegt aber was die Verkehrsdichte angeht, sicherlich hinter einigen Class D Flugplätzen der Ostküste. Dennoch sollte man sich mit den An- und Abflugprozeduren für Class C vertraut machen und natürlich den Rollplan ausgedruckt dabei haben. Wenn die Bahn 18/36 aktiv ist, hat es sich bewährt, eine Rollfreigabe über den Rollweg „J“ zum FBO zu verlangen. Dadurch vermeidet man eine möglicherweise enge Kurverei zwischen Hubschraubern und Business Jets. Am FBO angekommen, findet man mit Million Air eines der Top FBOs in Florida vor. Das Angebot reicht von Mietwagen und Courtesy Cars über Ruheräume und Duschen bis hin zum Pool Billard Tisch.

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River Ranch Resort Airport

Der River Ranch Resort Airport liegt in einem Waldstück und ist bei einem tiefen Anflug relativ schwer zu erkennen. Orientierungshilfe bietet ein in östlicher Richtung parallel zur Landebahn verlaufender Kanal. Durch die umstehenden Bäume kann es immer wieder zu Luftverwirbelungen im Endanflug kommen.
River Ranch

Die River Ranch (www.wgriverranch.com) ist ein Ausflugsziel für die ganze Familie. Wer möchte kann hier sogar seine Ferien oder zumindest ein langes Wochenende verbringen. Die Übernachtungsmöglichkeiten beginnen bei einem einfachen Doppelzimmer und gehen bis zum eigenen Ferienhaus. Bei dem Angebot merkt man bereits, dass es sich hierbei nicht mehr um eine Ranch, auf der Ackerbau und Viehzucht im Vordergrund stehen, handelt, sondern um ein professionell vom Betreiber Westgate vermarktetes Resort.
River Ranch Resort Airport

Wenn man nicht vor hat länger zu bleiben, verschafft man sich am besten mit einem Golfwagen einen ersten Überblick. Diesen bekommt man gleich an der Landebahn für 2,5 Stunden zum Preis von $5. Die Ranch ist ein riesiges Areal mit angeschlossenem Mobile Home Park, Golfplatz (9-Loch) und Marina. Für das leibliche Wohl wird auch bestens gesorgt: Der Westgate Smokehouse Grill, der sich vom Flugplatz aus betrachtet am anderen Ende der Hauptstraße befindet, ist täglich geöffnet. Hier ist auch die Anlegestelle der Airboats. Der River Ranch Saloon hingegen öffnet im Gegensatz zu seinen alten Vorbildern nur am Freitag- und Sonntagabend seine Schwingtüren. Dafür gibt es dann Live-Musik und Tanzkurse.

Das Freizeitangebot auf der Ranch ist vielfältig. Zu den angebotenen Aktivitäten gehören Golf, Air Boat Touren, Reitausflüge und Tontaubenschießen.

Ein besonderes Spektakel ist der Rodeo Abend am Samstag.

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Key West Airport

Ein Flug zum Key West Airport gehört sicherlich zu den Highlights eines Piloten in Florida. In aller Regel wird man von Norden kommend entlang der Küstenlinie fliegen. Hier drängt sich allerdings ein kontrollierter Luftraum an den nächsten, wobei in aller Regel Freigaben für die Durchquerung erteilt werden so lange man tief genug bleibt, um den an- und abfliegenden Verkehr nicht zu stören. Man bekommt daher häufig Höhen zwischen 500 und 1000 Fuß angewiesen. Dabei genießt man entlang der Küstenlinie einen hervorragenden Ausblick über das Meer kann Rochen, Wale und Delfine sehen und bewegt sich entlang der Skyline von Fort Lauderdale und Miami teilweise unterhalb der Dächer einiger Hochhäuser über dem Strand. Südlich von Miami Beach befinden sich mit Fisher Island, Virginia Key und Key Biscaine die ersten Inselchen. Die nördlichen Ausläufer der eigentlichen Keys beginnen in etwa auf der Höhe vom Homestead. Hier liegen Elliott Key und Key Largo.

Zwischen Homestead und Key West Airport befindet sich mit Marathon lediglich ein öffentlicher Flughafen.

Key West Airport

Nach Marathon gilt die besondere Aufmerksamkeit einem Beschränkungsgebiet (R-2916), das einen Ballon schützt, der an einer Stahltrosse befestigt ist und in einer Höhe von ca. 14.000 ft schwebt. Wer gute Augen hat, sieht in aller Regel den Ballon, aber die Trosse ist gar nicht oder nur sehr schwer zu erkennen. Daher kann eine Missachtung dieses Beschränkungsgebiet nicht nur rechtliche Schritte zur Folge haben, sondern einem gleich den ganzen Tag versauen. Kurz vor Key West trifft man dann zunächst auf einen Navy-Stützpunkt, der mit seinen gekreuzten Landebahnen recht einladend wirkt, aber für die zivile Luftfahrt tabu ist. Nach dem Durchflug durch den Navy-Luftraum wird man zur Landung an Key West Tower übergeben.

In Key West Airport angekommen, erwartet einen zunächst ein recht unscheinbares FBO. Der Service lässt jedoch kaum Wünsche offen. Es gibt auch hier mit enterprise und AVIS zwei Autovermietungen vor Ort. Für einen kurzen Abstecher in die Stadt lohnt sich eher ein Taxi ($15 für 2 Personen), das in ca. 10 Minuten das Epizentrum von Key West, die Duval Street, erreicht. Am südlichen Ende der Duval Street steht eine etwas unförmige Tonne, die den „Southernmost Point of Continental U.S.A.“ markiert. Am nördlichen Ende der Duval Street befindet sich der Hafen. Hier laden einige Cafés und Restaurants mit einem tollen Ausblick auf die vorgelagerten Inselchen zum Relaxen ein – sollte nicht gerade ein Kreuzfahrtschiff an der Pier liegen, das den Ausblick versperrt.

Key West Harbour

Key West bietet eine Fülle von Museen, angefangen mit dem Hemingway Museum über das Shipwreck Museum und das Audubon House and Garden bis hin zum Little White House, in dem Präsident Harry S. Truman seine Ferien verbrachte. Ein Kleinod für Flieger befindet sich in 301, Whitehead St., nämlich das erste Büro der „Pan American World Airways“. Was hier in Key West mit einem vielversprechenden Namen begann, wurde später unter der Kurzform Pan Am tatsächlich zu einer der weltweit führenden Airlines. Ihr erster Flug führte 1927 von Key West nach Havanna. Heute befindet sich im ehemaligen Pan Am Gebäude Kelly’s Caribbean Bar, Grill & Brewery, mit einem herrlich schattigen Innenhof und einer abwechslungsreichen Speisekarte.

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Naples Municipal Airport

Naples Municipal Airport ist nur wenige Minuten mit dem Auto vom Stadtzentrum entfernt gelegen. Die gekreuzten Landebahnen erleichtern die Landung, das FBO mit seinem tollen Service kümmert sich um alles Weitere. Wer hier tankt, parkt umsonst und kann sich für 1,5h einen Courtesy Car ausleihen. Ansonsten fallen $21 Abstellgebühr an.
Naples Municipal Airport

Auch wenn es in Naples keinen Vesuv gibt, so versprüht die Stadt am Golf von Mexiko dennoch mediterranes Flair. Hochhäuser findet man nur im Norden der Stadt. Das Zentrum ist niedrig gebaut. Der Strand ist lang und weiß. Die Stadt mit ihren 22.000 Einwohnern (im Winter sind es wesentlich mehr) wird häufig als das Pendant zu Palm Beach am Golf bezeichnet. Wer hier leben möchte, muss über das entsprechende Budget verfügen. Man sollte es sich entweder im An- oder Abflug nicht nehmen lassen, die Küste entlang in niedriger Höhe zu fliegen – mit einem tollen Ausblick auf die Villen und Gärten.

Wer mit dem Crew Car in die Stadt unterwegs ist und somit nur begrenzt Zeit zur Verfügung hat, fährt am besten zur Naples Pier. Wie bei den meisten Hafenstädten pulsiert am Wasser das Leben.

Wer essen und shoppen möchte, ist mit Tin City (1200 5th Avenue South Naples, FL 34102) gut beraten. Hier findet man direkt am Wasser eine große Auswahl an Geschäften und mit Riverwalk und Pinchers Crab Shack zwei Restaurants, die keine Wünsche offen lassen.
Naples Municipal Airport Building

Direkt in der Nähe des Naples Municipal Airport befindet sich ein unter Piloten sehr beliebtes BBQ: Michelbobs ist bekannt für seine Spare Ribs, hat allerdings nur saisonweise offen und selbst dann sind Öffnungszeiten etwas eigenwillig. Am besten im FBO nachfragen oder über die Website überprüfen. Als Alternative bieten sich Alice Sweetwater und Joes Diner an.

Im FBO sind enterprise, Hertz und AVIS vertreten, sollte das Crew Car bereits vergeben sein oder man sich etwas mehr Zeit für Ausflüge nehmen wollen.

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St. Augustine - Northeast Florida Regional Airport

St. Augustine gilt als die älteste Stadt Nordamerikas. Sie wurde am 28. August 1565, dem Gedenktag des Heiligen Augustinus, von dem spanischen Admiral Pedro Menéndez de Avilés gegründet. Zwar gab es zuvor bereits andere von Europäern angelegte Siedlungen in Florida, aber sie wurden zwischenzeitlich aufgegeben, was St. Augustine zur ältesten durchgehend besiedelten Stadt der Vereinigten Staaten macht. Die zwischen 1672 und 1695 erbaute Festung Castillo de San Marcos und der historische Stadtkern zeugen noch von Zeiten, in denen die Spanier hier das Sagen hatten. Sowohl Festung als auch Stadtkern sind gut erhalten und werden liebevoll gepflegt. St. Augustine diente über lange Zeit als Hauptstadt Floridas bis diese Funktion im Jahre 1824 an Tallahassee über-tragen wurde.

St. Augustine Airport - T34_turbo_mentor

Aufgrund seines herausragenden historischen Status gehört St. Augustine zu den beliebtesten Reisezielen Nordfloridas, insbesondere unter den Einheimischen. Viele Europäer wählen St. Augustine als Standort für ihren Fliegerurlaub. Dies bietet sich aufgrund der guten touristischen Infrastruktur und der ausgezeichneten Anbindung der Fluglinien über den großen Flughafen in Jacksonville an. Wer hier zur Hauptsaison fliegen möchte, sollte aber rechtzeitig buchen, dann findet sich auch wirklich in jeder Preisklasse eine entsprechende Unterkunft. Die ansässigen Flugschulen sind in aller Regel bei einer Vorauswahl behilflich und haben teilweise sogar Sonderkonditionen bei einigen Hotels. Nachfragen lohnt sich!

Doch St. Augustine hat nicht nur Geschichte zu bieten. Kilometerlange Sandstrände laden zum Baden ein, in der Alligator Farm (mit angeschlossenem Drahtseilgarten) erfährt man alles über die in Florida omnipräsenten Reptilien und im alten Stadtkern gibt es eine interessante Restaurantszene, die mehr Abwechslung verspricht als die üblichen Ketten.

Da der Flughafen von St.Augustine am nördlichen Ende des Stadtgebiets angesiedelt ist, erreicht man das nördlich gelegene Jacksonville mit dem Auto sehr schnell. Galaxy Aviation bietet leider keine Courtesy Cars, vermittelt aber die Fahrzeuge von Hertz, so dass man vom FBO aus das Stadtzentrum von Jacksonville bequem in 30-40 Minuten erreichen kann.

St. Augustine - oldest_house

Der Flughafen von St. Augustine ist sehr lebhaft mit 2 großen Flugschulen, vielen lokalen Flugzeugen und teilweise regem Jetverkehr. Die Hauptlandebahn verläuft nahezu parallel zur Küste, was immer wieder zu Situationen mit Seitenwind führt. Sofern es der Verkehr zulässt, ermöglicht der Tower Starts und Landungen auf den anderen Bahnen.

Mit Galaxy befindet sich ein gut organisiertes FBO am Platz, das keine Wünsche offen lässt. Wer hier tankt, spart sich die Standgebühr.

Direkt am Platz (gleich neben dem FBO) befindet sich das Fly-by Café mit einer leicht erhöhten Außenterrasse, von der aus man einen guten Ausblick auf das fliegerische Treiben hat. Mit etwas Glück kann man herausragenden Kunstfliegern beim Training zusehen. Für diese wurde ein eigener Luftraum (aerobatic box) eingerichtet. Vor Anflug unbedingt ATIS abhören, um zu erfahren, ob die Box aktiv (hot) ist.

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Apalachicola Regional Airport

Apalachicola Regional Airport - FBO

 
Wer heute Apalachicola besucht, kann sich nur schwer vorstellen, dass das verträumte Fischerstädtchen früher der drittwichtigste Hafen im Golf von Mexiko war. Damals bestimmte das Schwammtauchen, vornehmlich von griechischen Einwanderern betrieben, das Wirtschaftstreiben des Hafens. Heute sind es die Austern. Nahezu die komplette Austernproduktion Floridas findet in der Bucht von Apalachicola statt. Geschützt durch die vorgelagerten Inseln St. Vincent und St. George sind die Zuchtbedingungen in der Bucht für Austern einfach ideal.

Die Ortschaft ist eine sympathische amerikanische Kleinstadt. Hier gibt es noch kleine Einkaufsläden und Restaurants, Cafés und Eisdielen. Keine Shopping Mall weit und breit. Natürlich gehört es hier dazu, Austern zu essen, die allerdings nicht wie in Europa üblich roh serviert werden, sondern meist gebraten oder frittiert. Wer seine Austern roh möchte, muss dies ausdrücklich so bestellen.

Apalachicola Regional Airport - Lady-Louise

Der Anflug auf Apalachicola gehört sicherlich zu den schönsten in Nordflorida. Als Auffanglinie dient der Apalachicola River, der zum Meer hin ein wild verästeltes Delta formt. Wer den Anflug etwas ausdehnen möchte, kann auch über die vorgelagerten Inseln anfliegen, sollte dann aber auf an- und abfliegenden Verkehr des Flughafens auf St. George achten. Es wird dringend empfohlen vor dem Einflug in die Tyndall MOA Kontakt zu Tyndall Approach (124,15 oder 125,2) aufzunehmen, um sich anzumelden und Verkehrsinformationen zu bekommen. Ist die MOA aktiv, sollte man mit intensivem Militärflugverkehr rechnen.

Der Flugplatz von Apalachicola mit seinen gekreuzten Bahnen ist komfortabel anzufliegen, das FBO ist zwar klein aber sehr zuvorkommend. Mit dem Courtesy Car ist man in wenigen Minuten im Stadtzentrum und hätte so ausreichend Zeit vor Ort für ein Essen und einen kleinen Rundgang.

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