Lizenzen

Lizenzen

Zum Fliegen von N-registrierten Flugzeugen benötigt man eine FAA-Lizenz, die entweder validiert oder konvertiert wurde oder klassisch als eigenständige Lizenz in den USA erworben wurde.

Für Ausländer ist der einfachste Weg zur FAA-Lizenz die Validierung der eigenen Lizenz. Hierbei sind die meisten Flugschulen im Vorfeld behilflich. Der Prozess besteht im Wesentlichen darin, dass man zum einen der FAA angibt, welche Lizenzen man hält und validieren lassen möchte und zum anderen der ausstellenden Behörde erlaubt, diese Informationen an die FAA weiter zu geben bzw. zu bestätigen. Hierfür müssen lediglich 2 Formblätter eingereicht werden. Diese Formulare sind schnell ausgefüllt und sollten am besten 2-3 Monate vor Anreise bereits dem lokalen Büro der FAA (FSDO) vorliegen. Aufgrund von Sparmaßnahmen wurde das Personal bei der FAA deutlich reduziert, was zu teilweise erheblichen Verzögerungen bei der Ausstellung und Validierung von Lizenzen führt. Daher sollte man die Unterlagen so früh wie möglich einreichen.

Direkt nach der Ankunft in USA wird die Flugschule einen Termin beim FSDO organisieren, zu dem man persönlich erscheinen muss. Die freundlichen Mitarbeiter vor Ort werden mit Ihnen eine Weile plaudern, um herauszufinden, ob Sie hinreichend der englischen Sprache mächtig sind, um am amerikanischen Funkverkehr teilnehmen zu können. Keine Sorge: Es geht hier nicht um einen Sprachtest und es gibt auch keine Noten, aber die FAA möchte sicherstellen, dass alle am Funkverkehr Beteiligten über grundlegende Sprachkenntnisse verfügen. In aller Regel verlässt man diesen Termin mit einem „temporary airman certificate“ in der Tasche. Dies ermächtigt bereits zum Fliegen in den USA. Nach ca. 3 Monaten bekommt man die kompakte FAA-Lizenz im Scheckkartenformat nach Hause geschickt. Diese Lizenz ist so lange gültig, wie sich an der ihr zugrundeliegenden Lizenz nichts ändert. Es gelten im Übrigen auch alle Einschränkungen der originären Lizenz: Hat man darin z.B. keine gesonderte Nachtflugberechtigung, so erlangt man auch mit der Validierung keine Nachtflugberechtigung in den USA, obwohl eine normale amerikanische Lizenz die Nachtflugberechtigung beinhaltet. Sind diese Regelungen für eine PPL SEP Land schon kompliziert genug, wird es bei weiterführenden Lizenzen noch komplizierter – hierzu hält das Werk von Dr. Schwahn „Fliegen in den USA“ weiterführende Informationen bereit.

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Hält man nun sein „temporary airman certificate“ in Händen, ist man theoretisch berechtigt zu fliegen. Aber bevor man chartern darf, erfolgt noch ein Checkout durch die Flugschule.

Wer seine Lizenz konvertieren möchte, sollte sich im Vorfeld genauestens über die einzelnen Modi informieren. Je nach Lizenz – PPL oder CPL, VFR oder IFR – sind die Anforderungen unterschiedlich. Allen gemein ist die Tatsache, dass man erneut Prüfungen absolvieren muss, die einem den Weg zu einer Standalone FAA-Lizenz ebnen. Auch hierüber enthält das Werk von Dr. Schwahn „Fliegen in den USA“ umfassende Informationen.

Wer seine Lizenz ohnehin in den USA nach FAA Regularien erhalten hat und darüber hinaus über ein gültiges Medical sowie ein aktuelles biennual flight review (BFR) verfügt, erspart sich alle oben stehenden Prozeduren und kann gleich zum Checkout schreiten.

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